Eckhard Wollwage

 

Geboren am 27. Mai 1963 in Adliswil Zürich. Seit 1967 wohnhaft im Fürstentum Liechtenstein.

1979 - 1982 Zimmermannslehre

bis 1986 als Zimmermanngeselle tätig

1983 - 1986 Weiterbildung zum Baupolier

1990 - 1993 Lehre als Steinmetz

bis 1998 als Steinmetzgeselle tätig 

1996 - 1998 Steinmetzmeisterkurse; Abschluss mit Diplom

Seit 1993 selbstständig im eigenen Atelier

 

Eckhard Wollwage gehört heute zweifelsfrei zu den wichtigen und interessanten Bildhauern der Gegenwart in Liechtenstein. Eher ungewöhnlich mutet der berufliche Werdegang und die Entscheidung zur Vielseitigkeit in der Ausbildung an. Der Einfluss eines künstlerisch interessierten Elternhauses prägten genauso wie das Spiel und der Umgang mit erdigem und natürlichem Material die Kindheit und Jugend. Die Affinität zum naturgewachsenen Rohstoff, wie beispielsweise zum Holz, liess Versuche mit dem Drechslerhandwerk und in weiterer Folge mit der Zimmermannsarbeit zu. Die berufliche Auseinandersetzung schien bis zum Zeitpunkt der Weiterbildung zum Baupolier nicht gerade zur völligen Zufriedenheit stattgefunden zu haben, obwohl, wie Eckhard Wollwage heute erzählt, die angefallenen Probleme an historischen Bausubstanzen eine gesunde Herausforderung für ihn bedeuteten. 

 

In einem zufrieden wirkenden Resumee stellt der Bildhauer fest, wie wichtig die einzelnen Stationen für sein angestrebtes und inzwischen erreichtes Ziel schlussendlich sind. Aus dem Umgang mit der “komplizierten Geometrie”, die als ein wesentlicher Bestandteil der Zimmermanns- und Steinmetzarbeit gilt, ist das Verständnis für die Bildhauerei gewachsen, wobei ihm hier im Speziellem die Konzentration auf die Fläche wie die Sichtweise der Auflösung alles Runden in Flächen zum absoluten Massstab wurden. 

Neben der Herausforderung analytischen wie konstruktiven Denkens erfährt in all den gelernten Berufssparten die unumgängliche Auseinandersetzung mit materialspezifischen Arbeitstechniken höchste Priorität. Aus dieser wichtigen Erfahrung heraus, fussend auf einem gesunden Naturverständnis, reifte eine Sensibilität für den Werkstoff, im Speziellen für den Stein, die für die 1995 konkret einsetzende Steinbildhauerei zukunftsweisend wurde.

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